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27. Juni 2011 – Belarus-Wochenbericht: 20. bis 26. Juni 2011

 

Mehrere Teilnehmer der stillen Proteste in Vaulkavsk wurden vom KGB vorgeladen. So wurden neun Studenten des Vaulkavkischen Pädagogischen College vorgeladen. Die KGB Beamte besuchten die Schule und beschlagnahmten persönliche Dokumente der Teilnehmer an den Protesten. Es gehen Gerüchte um, dass die Schüler möglicherweise mit einem Ausschluss aus der Schule rechnen müssen. (21.06.2011)

 

Weissrussischer Sicherheitsdienst verwendet Pishing mit Hilfe des nationalen  Telekommunikationsanbieters Beltelecom, der Pishing-Aktionen durchgeführt hat. Pishing werden Versuche von Tätern genannt, an Daten eines Internet-Benutzers zu gelangen, z. B. über gefälschte WWW-Adressen, E-Mail oder Kurznachrichten, um die Benutzer zu schädigen. Hompages, die Protestbewegungen mit Informationen unterstützen, wurden an gefälschte Seiten weitergeleitet. Das ist nicht das erste Mal, dass sich der Sicherheitsdienst im Internet kriminell verhalten hat. Die Homepage Charter`96 wurde während der Präsidentschaftswahlen mit Hilfe eines Virus angegriffen. (22.06.2011)

 

Tausende junge Weissrussen haben auf Minsker Strassen und in anderen weissrussischen Städten demonstriert. Sie schritten schweigend auf der Hauptstrasse ihrer Städte, wobei Passanten am Strassenrand ihre Unterstützung durch kurze Applause zeigten. Die Polizei verhaftete über 450 Personen, und mehrere Journalisten. Es ist das erste Mal, dass eine so hohe Anzahl Proteste gleichzeitig in Weissrussland stattfanden. Die Organisatoren von „The Social Network Revolution“ kündigten weitere Proteste an. (23.06.2011)

 

20 Teilnehmer des schweigenden Protests in Minsk wurden unter dem Artikel 17.1 wegen ungebührlichem Vergehen vor Gericht verurteilt. Sie werden mit einer Strafe von umgerechnet 100 bis zweihundert Franken gebüßt. (23.06.2011)

 

Das Gericht in Hronda verhandelt weiter den Prozess des Journalisten Andrei Pachobut, der angeklagt wird den Präsidenten Lukaschenko verleumdet und beleidigt zu haben. Der Staatsanwalt fordert eine Gefängnisstrafe von drei Jahren. Am 28. Juni soll ein Urteil gesprochen werden. (24.06.2011)

 

Quellen:

http://charter97.org/

http://spring96.org/

http://belarusdigest.com/




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