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Manuel Sarrazin

Mikita Likhavid

30. Mai 2011 – Gefangenen-Patenschaft: Manuel Sarrazin adoptiert Mikita Likhavid

Manuel Sarrazin, Mitglied des Deutschen Bundestages und der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, übernimmt eine Gefangenen-Patenschaft für Mikita Likhavid.

 

Zu seinem Engagement erklärte Manuel Sarrazin:

 

"Mit großer Sorge verfolge ich die Repressionen Lukaschenkos gegen die weißrussische Opposition. Mich beschäftigt vor allem das Schicksal von Mikita  Likhavid. Mikita hat an den friedlichen Oppositionskundgebungen im Dezember 2010 teilgenommen, weil er mit dem offenbar gefälschten Ergebnis der Präsidentschafts-wahlen nicht einverstanden war. Mikita wurde daraufhin festgenommen. Seine Verurteilung zu drei Jahren und sechs Monaten Arbeitslager kann ich nicht akzeptieren. Durch diese willkürlichen Schauprozesse tritt Lukaschenko alle demokratischen Prinzipien mit Füßen. Ebenso wenig kann ich die repressive Behandlung in der Kolonie Navapolatsk akzeptieren, von der Mikitas Angehörigen derzeit berichten."

 

Das Patenschafts-Programm für die politischen Gefangenen in Belarus wurde von der Menschenrechtsorganisation Libereco - Partnership for Human Rights initiiert, um die Gefangenen und ihre Angehörigen zu unterstützen. Als Pate wird sich Manuel Sarrazin für die Freilassung „seines Gefangenen“, Mikita Likhavid, einsetzen.

 

Der 20-jährige Mikita Likhavid, ein Aktivist der Bewegung „Für Freiheit“, wurde am 29. März 2011 zu drei Jahren und sechs Monaten Haft in einem Arbeitslager verurteilt. Er war des „Schürens von Massenunruhen" für schuldig befunden worden, weil er friedlich an den Oppositionskundgebungen im Dezember 2010 teilgenommen hatte. Bei der Auflösung der friedlichen Protestkundgebung am 19. Dezember 2010 wurde Mikita Likhavid von Angehörigen der Einsatzpolizei geschlagen. Wie Charter 97 am 19. Mai 2011 berichtet, wurde Mikita Likhavid, der derzeit im Arbeitlager in Navapolatsk inhaftiert ist, für 10 Tage in eine Strafzelle verlegt nachdem er sich als illegal Verurteilten bezeichnet hatte und es ablehnte, bestimmte Arbeiten auszuführen.

 

Belarussische und internationale Menschenrechtsorganisationen betrachten Mikita Likhavid als Gewissensgefangenen und fordern seine sofortige und bedingungslose Freilassung.

 

Bildquellen: (c) S. Kaminski/Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion / (c) gazetaby.com




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