Tatjana Schaputska

18. Oktober 2010 – Repressionen gegen Studierende in Belarus halten an

Die Repressionen gegenüber Studierenden in Berlarus halten

an. Tatjana Schaputska wird die Wiederaufnahme ihres Studiums in Belarus weiterhin nicht ermöglicht.

 

Gemäss Antwort der deutschen Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen hätte Tatjana Schaputska laut Angaben belarussischer Behörden die Möglichkeit, sich wieder an der Universität in Minsk einzuschreiben.

 

Gegenüber Libereco hat Tatjana Schaputska diese Information dementiert. Die ehemalige Studentin an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Belarussischen Staatlichen Universität (BSU) teilte mit, dass die Wiederaufnahme des Studiums an harte und unakzeptable Bedingungen geknüpft sei. So könne sie nur wieder zugelassen werden, wenn genügend Studienplätze vorhanden seien. Außerdem wäre sie nicht wie bisher von den Studiengebühren befreit. Auch ihre bisherigen Studienleistungen würden nicht anerkannt, so dass sie statt ihr Studium im dritten Studienjahr fortzusetzen, neu im ersten Studienjahr beginnen müsste.

 

Tatjana Schaputska erachtet diese Bedingungen für die erneute Immatrikulation an der BSU als nicht zumutbar und hat inzwischen ein Fernstudium an der Europäischen Humanistischen Universität (EHU) in Vilnius (Litauen) aufgenommen. Unter fairen Bedingungen würde sie ihr Studium weiterhin gern in Belarus fortsetzen.

 

Libereco fordert die belarussischen Behörden auf, Tatjana Schaputska ohne Vorbedingungen und Auflagen wieder zum Studium an der BSU zuzulassen. Dies bedeutet, dass sie ihr Studium jederzeit, im richtigen Studienjahr und weiterhin kostenfrei ausüben kann. Tatjana Schaputska muss außerdem die Möglichkeit gegeben werden, sich vollständig zu rehabilitieren.

 




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