Den Konflikt erzählen – Ein Graphic-Novel-Projekt über den Konflikt im Donbas

Vor drei Jahren begann der Konflikt im Donbas. Kriegshandlungen, Gewalt und Menschenrechtsverletzungen haben tiefe Spuren in der ukrainischen Gesellschaft hinterlassen.

Libereco hat gemeinsam mit dem ukrainischen Menschenrechtsbündnis „Justice for Peace in Donbas“ ein Projekt entwickelt, welches den Opfern von Gewalt eine Stimme gibt. Zivilgesellschaftliche Aktivist*Innen und Künstler*Innen erarbeiten gemeinsam eine Graphic Novel über Angst und Not, Entscheidungen und Hoffnungen.


Die Basis für die Geschichten und Bilder bilden authentische Geschichten. Die Teilnehmenden führen im Zuge des Projekts biographische Interviews mit Menschen, die direkt mit dem Konflikt konfrontiert sind und entwickeln daraus die Graphic Novel. Dadurch kann die Komplexität des Konfliktes und dessen einschneidender Charakter für die Zivilbevölkerung eingefangen werden.


Übung: Zuhören und sich ein Bild machen

Bei unserem ersten Treffen Anfang April 2017 im ukrainischen Chernihiv beschäftigten wir uns dementsprechend intensiv mit Oral History. Die meisten Teilnehmenden verfügen bereits über Erfahrungen in der Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen. Die biographische Interviewmethode, vermittelt von der Historikerin Imke Hansen, war aber fast allen neu. Es wurde intensiv diskutiert, wie Elemente davon in den stressigen und von Zeitmangel geprägten Alltag der Konfliktdokumentation aufgenommen werden können.

Übung: Wessen Geschichte wollen wir erzählen?

Viele Teilnehmende kommen selbst aus dem Donbas. Die Nähe der meisten Beteiligten zum Konflikt zeigte sich in vielen kontroversen Diskussionen. Über eins waren sich allerdings alle einig: der Konflikt ist keinesfalls schwarz-weiß, und das wollen wir zeigen.

Welchen Einfluss hat der Konflikt auf die Menschen?

Mitte Mai treffen wir uns in Berlin wieder, um weiter an der Graphic Novel zu basteln und mit anderen NGOs über Graphic Novels im Bildungsbereich zu diskutieren.

Das Projekt wird vom Auswärtigen Amt finanziert und durch das Ukraine-Calling-Programm, das ein gemeinsames Projekt der Europa-Universität Viadrina, der Robert-Bosch-Stiftung und der Deutschen Assoziation der Ukrainisten e.V. ist, begleitet.

Projektverantwortliche: Imke Hansen, imke.hansen[at]lphr.org
Projektkoordinatorin: Anne Reis, anne.reis[at]lphr.org

Projektpartner:

 

 

 

Förderer: