FAQs

Warum legen wir den Schwerpunkt unserer Arbeit auf die politisch-bürgerlichen Menschenrechte?
Wir wissen, dass auch heute noch in vielen autoritär regierten Ländern Menschen verfolgt werden, die ihre Rechte auf Meinungs-, Versammlungs-, Vereinigungs-, Presse-, Religions- oder Gewissensfreiheit in Anspruch nehmen. Es ist uns wichtig, uns für diese Verfolgten und Unterdrückten einzusetzen.

Die politisch-bürgerlichen Menschenrechte werden oft als die „klassischen Menschenrechte und Grundfreiheiten“ bezeichnet und sind im Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte (1966) verankert. Die sogenannten „Menschenrechte der zweiten Generation“ umfassen die lange Zeit vernachlässigten wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte. Zu diesen Rechten arbeiten heute zahlreiche Organisationen, so dass diese Themen verstärkt im Fokus der Öffentlichkeit stehen. Uns ist es wichtig, die politisch-bürgerlichen Menschenrechte dabei nicht aus dem Blick zu verlieren.

Wir sehen die Gewährung der politisch-bürgerlichen Menschenrechte als Voraussetzung dafür an, auch andere Menschenrechte wahrnehmen und durchsetzen zu können. Nur wer seine Meinung frei äußern darf, kann sich über Missstände, die andere Menschenrechte betreffen, auch beschweren. Nur wer sich versammeln darf, kann sich zusammentun, um herrschende Probleme in einem Land zu verbessern.

Was sind unsere Ziele?
Wir sammeln Informationen über Verletzungen der politisch-bürgerlichen Menschenrechte und lancieren basierend darauf öffentlichkeitswirksame Kampagnen. Wir wollen eine kritische Öffentlichkeit dafür mobilisieren, mit Appellen und Aktionen gegen Menschenrechtsverletzungen zu protestieren und so auf eine Verbesserung der Menschenrechtslage in repressiven Ländern hinzuwirken. Damit können wir den Opfern von Menschenrechtsverletzungen helfen und ihnen unsere Solidarität ausdrücken.

Wir wünschen uns, dass viele Menschen nicht wegsehen, sondern mit uns gemeinsam aktiv ihre Stimme gegen Unrecht erheben und so die Opfer von Menschenrechtsverletzungen unterstützen. Langfristig wünschen wir uns, dass es keine Länder mehr gibt, in denen man verfolgt wird, weil man seine Meinung frei sagt oder friedlich demonstriert.

Warum ist unsere Arbeit auch heute noch nötig?
Leider gibt es noch immer viele Staaten, auch in Europa und damit in unserer unmittelbaren Nachbarschaft, in denen Menschenrechte, die wir als selbstverständlich ansehen, verletzt werden. Auch heute noch sitzen abertausende Menschen in den Kerkerzellen autoritärer Regimes. Täglich werden Menschen verfolgt, weil sie ihre Meinung sagen, ihren Glauben praktizieren oder sich zivilgesellschaftlich engagieren wollen. Solange deswegen Menschen verfolgt werden, ist unser Einsatz nötig.

Was bedeutet „Libereco“?
Das Wort „Libereco“ entstammt der Kunstsprache Esperanto, die Ludwik Lejzer Zamenhof 1887 der Weltöffentlichkeit zum Zweck einer klaren und einfachen Verständigung zwischen allen Völkern präsentierte. Die deutsche Übersetzung von Libereco lautet Freiheit. Der Name ist unser Programm und Kernziel, er steht für das, wofür wir uns einsetzen.

Was bedeutet „Partnership“ in unserem Namen?
Partnership bedeutet, dass wir mit anderen Organisationen und Initiativen partnerschaftlich zusammenarbeiten. In den von Menschenrechtsverletzungen betroffenen Ländern orientieren wir uns an den Informationen der dort ansässigen Menschenrechtsorganisationen (bzw. von deren Auslandsvertretungen sofern eine Arbeit im Lande selbst nicht möglich ist). In Ausrichtung an den Bedürfnissen und Empfehlungen dieser Partnerorganisationen machen wir Menschenrechtsverletzungen öffentlich und rufen zu Protesten dagegen auf, um so den Betroffenen zu helfen.

Gemeinsam mit Organisationen und Initiativen aus aller Welt entwickeln und koordinieren wir gemeinsame Aktionen und Appellaufrufe um möglichst viele Menschen zum Handeln gegen Menschenrechtsverletzungen zu mobilisieren.

Ist Libereco an bestimmte Religionen, Parteien oder Weltanschauungen gebunden?
Libereco versteht sich als überkonfessionelle und überparteiliche Organisation. Wir sind offen für alle Menschen, unabhängig von Weltanschauung und Religion. Wir lehnen rassistische, sexistische, homophobe, fremdenfeindliche und antisemitische Äußerungen ab und grenzen uns von Organisationen, die solche Einstellungen teilen, scharf ab.

Wer kann Mitglied bei Libereco werden?
Mitglied kann jede Person ab 16 Jahren werden, die den Zielen von Libereco zustimmt. Eine Mitgliedschaft unter 16 Jahren ist möglich, wenn die Erziehungsberechtigten dem zustimmen.

Man kann dem deutschen Verein Libereco – Partnership for Libereco e.V. beitreten. Ein Beitritt zum schweizerischen Verein Libereco – Partnership for Human Rights ist ebenfalls möglich.

Als Mitglied zahlt man einen jährlichen Mitgliedsbeitrag und kann über die Ziele, Aktionen und die weitere Entwicklung von Libereco mitentscheiden. Auf der Mitgliederversammlung ist man als Mitglied stimmberechtigt.

Als Mitglied hat man die Möglichkeit, aktiv bei Libereco mitzuarbeiten, sofern man dies möchte. Eine aktive Mitarbeit ist jedoch keine Voraussetzung für eine Mitgliedschaft bei uns.