Andrei Kasheuski, ein Aktivist der Belarussischen Christlich-Demokratischen Partei wurde am 1. Juli festgenommen, als er Flugblätter verteilte. Er wurde auf ein Polizeirevier gebracht und dort drei Tage festgehalten. Seine Mutter rief regelmäßig bei der Polizei an, erfuhr jedoch erst am vierten Tag, wo ihr Sohn war. Während seines Aufenthalts im Polizeirevier erhielt Kasheuski kein Essen. Am 4. Juli wurde er zu zehn Tagen Haft aufgrund von Hooliganismus verurteilt. (05.07.2011)
Die „Belarusian Popular Front Party“ hat eine Anordnung erhalten, nach der sie innerhalb von sieben Tagen ihre Büroräume in Minsk räumen soll, andernfalls drohten „Sanktionen“. Die Parteimitglieder werden dieser Anordnung nicht Folge leisten. (07.07.2011)
Insgesamt 1730 Personen wurden während der Protestaktionen unter dem Motto „Revolution durch soziale Netzwerke“ in ganz Belarus festgenommen. Die Mehrheit von ihnen, ca. 980, wurde in Minsk verhaftet. Viele der Festgenommenen wurden zu Haft- oder Geldstrafen verurteilt. Der Belarussischen Journalistenvereinigung zufolge wurden auch sechs Journalisten im Nachgang der Protestaktionen angeklagt und zu Haftstrafen zwischen drei und zwölf Tagen verurteilt. (07.07.2011)
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