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René Röspel

Fiodar Mirzayanau

10. August 2011 – Gefangenen-Patenschaft: René Röspel adoptiert Fiodar Mirzayanau

René Röspel, Mitglied der deutsch-belarussischen Parlamentariergruppe, übernimmt eine Gefangenen-Patenschaft für Fiodar Mirzayanau.

 

Zu seinem Engagement erklärte der Abgeordnete des Deutschen Bundestages René Röspel:

 

„Die gewalttätigen Auseinandersetzungen rund um die Präsidentschaftswahlen im Dezember 2010 und die darauffolgenden Festnahmen und Verurteilungen haben mich sehr erschüttert. Wenn in Belarus junge Menschen wie Fiodar Mirzayanau allein deshalb verhaftet werden, weil sie ihr Recht auf Meinungsfreiheit wahrnehmen, lässt uns das in Deutschland nicht kalt.

 

Mit meiner Patenschaft will ich zeigen, dass wir sehr genau beobachten, was in Belarus passiert. Dabei vergessen wir besonders die Menschen hinter Gefängnismauern nicht! Den jungen Menschen in Belarus möchte ich mit diesem Schritt Mut machen sich politisch zu engagieren, Ungerechtigkeiten anzuprangern und ihr Recht auf demokratische Wahlen einzufordern.“

 

Das Patenschafts-Programm für die politischen Gefangenen in Belarus wurde von der Menschenrechtsorganisation Libereco - Partnership for Human Rights initiiert, um die Gefangenen und ihre Angehörigen zu unterstützen.

 

Der 20-jährige Student Fiodar Mirzayanau nahm am Wahlabend des 19. Dezember 2010 an den Protesten gegen die Fälschung der belarussischen Präsidentschaftswahlen teil. Er ist kein Mitglied einer politischen Partei oder oppositionellen Jugendorganisation. Bei der gewaltsamen Auflösung der Demonstration wurde Fiodar Mirzayanau festgenommen und für 15 Tage inhaftiert. Drei Wochen nach seiner Freilassung wurde er am 25. Januar 2011 vom KGB erneut verhaftet und des Schürens von Massenanruhen angeklagt. In einem unfairen Gerichtsprozess wurde Fiodar Mirzayanau für schuldig befunden und am 14. Mai 2011 zu 3 Jahren Gefängnis verurteilt.

 

Belarussische und internationale Menschenrechtsorganisationen betrachten Fiodar Mirzayanau als politischen Gefangenen und fordern seine sofortige und bedingungslose Freilassung.




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