Ukraine: Wie wir bis jetzt helfen konnten

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Postup leistet Hilfe für Bedürftige im Osten der Ukraine, wie hier in Krymskoe
Mit den bisher gesammelten Spenden haben wir diese Projekte unterstützt:

Die Aktivisten des Postup Human Rights Center mussten nach der Erstürmung der Lugansker Gebietsverwaltung durch Separatisten am 29. April 2014 aus der Stadt fliehen, da ihnen Verfolgung, Geiselnahme und Misshandlung drohten. Von Kiew aus organisiert Postup nun mit der Aktion „Vostok SOS“ (Osten SOS) praktische Hilfe für Menschen, die aus dem Südosten der Ukraine in westliche Landesteile fliehen mussten. In den Orten im Südosten der Ukraine, aus denen die Separatisten vertrieben wurden, sind viele Häuser zerstört. Postup hilft hier vor allem Müttern mit kleinen Kindern sowie älteren und behinderten Menschen und versorgt diese mit Lebensmitteln und Medikamenten. Mit Beginn des Winters wird die Situation schwieriger und die Bedürftigen müssen nun auch mit Decken, Heizgeräten sowie Antivirus- und Fiebermedikamenten versorgt werden. Bisher konnten wir die Arbeit des Postup Human Rights Center mit 4550 Euro unterstützen.

Yurii Krabchuk im Krankenhaus
Die Kölner Initiative „Deutschland für die Ukraine“ hat sich um verwundete Ukrainer gekümmert, die am Bundeswehrkrankenhaus in Koblenz behandelt wurden. Unter ihnen war Yurii Krabchuk (36 Jahre), der auf dem Maidan von Scharfschützen in Armen und Beinen getroffen wurde. Durch die Operation in Deutschland wurde die Amputation seines linken Beins verhindert. Anschliessend konnte ihm eine Rehabilitation auf Zypern ermöglicht werden. Vor Ort in der Ukraine unterstützt „Deutschland für die Ukraine“ Frauen finanziell, die durch den Krieg im Südosten des Landes zu Witwen geworden sind. Denn durch den Tod ihrer Männer stehen diese Witwen nun allein da mit ihren Kindern oder mit pflegebedürftigen Familienmitgliedern – mittellos, machtlos und ohne finanzielle Hilfe vom Staat. Die Arbeit von „Deutschland für die Ukraine“ haben wir mit bisher 2650 Euro unterstützt.

Das Narodnyi Hospital in Kiew behandelt kriegsverletzte Zivilisten, unter ihnen Alexandr Yevgenievich Barvinov (52 Jahre) und Vladimir Fedorovich Ulanov (66 Jahre). Die beiden Männer aus Lugansk wurden durch Raketen- und Mörserbeschuss verletzt und konnten nach Kiew evakuiert werden. Wir konnten zur Finanzierung notwendiger Operationen und ihrer weiteren Behandlung im Narodnyi Hospital mit Spenden von 2000 Euro beitragen.

Während der Proteste auf dem Euromaidan versorgte die deutsche evangelisch-lutherische Kirche St. Katharina in Kiew die Demonstranten mit Lebensmitteln und Medikamenten. In den Räumen der Kirche wurde ausserdem ein Lazarett zur Versorgung Verwundeter eingerichtet. Wir haben diese Arbeit mit Spenden von 1300 Euro unterstützt.