Empowerment for Dialogue

Um in Konfliktgebieten Dialogbereitschaft, Kommunikationsfähigkeit und Vertrauen wiederaufzubauen, braucht es vor Ort Menschen, die sich zivilgesellschaftlich engagieren. Mit einem Trainings- und Mentoringprogramm haben wir Jugendliche und Erwachsene aus dem Gebiet Luhansk dabei unterstützt, sich selbst und andere besser zu verstehen, Bedürfnisse präziser wahrzunehmen und zu formulieren und damit stabile Netzwerke, Empathie und Entwicklung in eine polarisierte lokale Gesellschaft zu bringen. Die Trainings und Mentorings fanden in fünf Städten statt, von denen vier in unmittelbarer Nähe der Kontaktlinie liegen.

Links: folgt
Projektzeitraum: März bis Dezember 2019
Partnerorganisation: Vostok SOS
Förderer: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland
Gesamtfördersumme: 80.000 Euro

Ausstellung „WAR NEXT DOOR“ & deutsche Übersetzung der Graphic Novel „Crossroads“

Im Rahmen eines deutsch-ukrainischen Begegnungsprojekts erarbeiteten wir gemeinsam mit jungen Erwachsene eine interaktive Ausstellung. Die Ausstellung lädt Besucher*innen dazu ein, die Bilder aus der Graphic Novel „Crossroads“ auf sich wirken zu lassen, gedanklich in Kontakt mit den Protagonist*innen zu treten und sich über die Situation in der Ostukraine zu informieren.

Am 23. Mai 2019 fand die Vernissage der Ausstellung sowie die Präsentation der deutschen Übersetzung der Graphic Novel „Crossroads“ in der Mohr-Villa in München statt- Dort war die Ausstellung im Anschluss vier Wochen lang zu sehen. Das als Wanderausstellung konzipierte Format besteht aus elf Magnet-Roll-ups mit neun unterschiedlichen Themenbereichen und kann auf Anfrage gebucht werden.

Links: folgt
Projektzeitraum: März bis Juni 2019
Partnerorganisation: TolerSpace
Förderer: Stiftung „Erinnerung Verantwortung Zukunft“ (Programm „MEET UP! Deutsch-ukrainische Jugendbegegnungen“)
Gesamtfördersumme: 26.700 Euro

Obdachlosigkeit und das Recht auf Wohnen in Belarus

Im Rahmen einer gemeinsame Initiative wurde der Bericht „Obdachlose und das Recht auf Wohnen in Belarus“ vom Belarussischen Helsinki-Komitee in Zusammenarbeit mit Human Constanta (Belarus) und Libereco (Schweiz) erstellt. Der Bericht stellt das erste umfassende Dokument dar, das aufzeigt, wie die Rechte von Obdachlosen in Belarus verletzt oder deren Ausübung behindert wird.

Ergänzung zum Bericht wurden eine Online-Karte mit Hilfsangeboten für Obdachlose sowie mehrere Videos veröffentlicht, in denen zivilgesellschaftliche Aktivisten vorgestellt werden, die sich für Obdachlose engagieren.

Links: zur Projekt-Webseite und Online-Karte (auf Russisch), zum Bericht, zu den Videos
Projektzeitraum: Juli 2018 bis Mai 2019
Partnerorganisationen: Belarusian Helsinki Committee, Human Constanta
Förderer: The German Marshall Fund of the United States, Human Rights Fund of the Embassy of the Kingdom of the Netherlands
Gesamtfördersumme: 15.000 Euro

Deutsch-ukrainische Multiplikator*innen-Schulung

Gemeinsam mit dem ukrainischen Bildungszentrum TolerSpace luden wir im Herbst und Winter 2018 zehn junge Erwachsene einer deutsch-ukrainischen Multiplikator*innen-Schulung in Berlin sowie in Hadjatsch und Kiew ein.

Den Teilnehmenden boten wir in der zweiteiligen Begegnung ein abwechslungsreiches Programm. Sie lernten Methoden der Menschenrechtsbildung, biographische Zugänge und Ansätze der Visualisierung kennen. Im Mittelpunkt stand das Medium Graphic Novel und wie man es in der Bildungsarbeit nutzen kann. Exemplarisch erarbeiteten wir eine didaktische Handreichung zur Nutzung der 2017 von uns erarbeiteten Graphic Novel „Crossroads“.

Projektzeitraum: September bis Dezember 2018
Partnerorganisationen: TolerSpace
Förderer: Stiftung „Erinnerung Verantwortung Zukunft“ (Programm „MEET UP! Deutsch-ukrainische Jugendbegegnungen“)
Gesamtfördersumme: 17.000 Euro

Den Konflikt erzählen – Graphic Novel „Crossroads“.

2017 erarbeitete ein Team aus zivilgesellschaftlichen Aktivist*innen aus der Ukraine einen Comicband über den militärischen Konflikt in der Ostukraine. Der Künstler Serhij Zacharov und die Illustratorin Sophia Runova setzten die Geschichten künstlerisch um.

Die Geschichten basieren auf biographischen Interviews mit neun verschiedenen Personen, deren Alltag auf unterschiedliche Art und Weise durch den Krieg gestört wurde und wird. Sie handeln von Ängsten und Nöten, Entscheidungen und Hoffnungen. Sie zeigen, was ein militärischer Konflikt für Menschen bedeuten kann, wie er Weichen neu stellt und Lebenswege verändert. Die Graphic Novel ist Ende 2017 auf Ukrainisch und Russisch erschienen.

Projektzeitraum: März bis Dezember 2017
Partnerorganisationen: Koalition „Justice for Peace in Donbas“, East-Ukrainian Center for Civic Initiatives
Förderer: Auswärtiges Amt
Gesamtfördersumme: 62.500 Euro

Teaching Repression a Lesson

Zusammen mit dem belarussischen Menschenrechtszentrum Viasna und der Belarussischen Studentenvereinigung (BSA) hatten wir die internationale Kampagne „Der Repression eine Lektion erteilen“ lanciert, um exmatrikulierte Studenten in Belarus zu unterstützen. Mit Online-Petitionen, Vorträgen und von Libereco in Belarus gedrehten Videos riefen wir den belarussischen Bildungsminister und die Rektoren wichtiger belarussischer Universitäten dazu auf, die aus politischen Gründen exmatrikulierten Studenten wieder zum Studium zuzulassen.

Links: zur Kampagne, zu den Videos
Projektzeitraum: April 2017 bis Dezember 2017
Partnerorganisationen: Belarusian Students’ Association, Viasna Human Rights Centre
Förderer: MitOst
Gesamtfördersumme: 600 Euro

Belarus Votes 2016

Wie schon bei der Präsidentschaftswahl 2015, so organisierten wir auch zur belarussischen Parlamentschaftswahl im September 2016 eine journalistische Wahlbeobachtung. Angeleitet von einem dreiköpfigen Redaktionsteam reisten wir diesmal mit 12 jungen JournalistInnen aus Polen, Deutschland und Belarus nach Minsk. Zuvor gab es Vorbereitungsworkshops in Berlin und Vilnius. Vor Ort berichteten wir zehn Tage lang über die Wahl und die politische Situation in Belarus.

Link: belarus-votes.lphr.org
Projektzeitraum: Juni 2016 bis November 2016
Partnerorganisationen: Fundacja Wspólna Europa, StudAlliance, Election Observation: Theory & Practice
Förderer: Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, Bundeszentrale für politische Bildung, The German Marshall Fund of the United States
Gesamtfördersumme: 23.000 Euro

Analyse: 100 Tage Belarussische Rechtsstaatlichkeit

Unsere Analyse der 100 Tage nach der Aufhebung der EU-Sanktionen hatte gezeigt, dass Belarus noch repressiver als ein Jahr zuvor war. Im Februar 2016 hob die EU ihre Sanktionen gegenüber Belarus (Weißrussland) auf. Diese Maßnahme schien eine Reaktion auf den Liberalisierungskurs zu sein, auf dem der autoritäre Staat sich damals zu befinden schien. Unsere Analyse zeigte allerdings, dass sich der Druck auf die Zivilgesellschaft eher erhöht hatte. Ein 100-tägiges Monitoring ergab, dass die alltäglichen Repressionen nicht abgenommen haben, sondern lediglich weniger sichtbar geworden sind. Unsere Ergebnisse standen damit im Widerspruch zur sich öffnenden Haltung der EU gegenüber dem Land, dass Aliaksandr Lukashenka seit über 20 Jahren regiert.

Links: Der Bericht und Infografiken, Download der Analyse als PDF auf Englisch und auf Deutsch
Projektzeitraum: Februar 2016 bis September 2016
Partnerorganisation: Viasna Human Rights Centre
Förderung: keine

Belarus Votes: 2015 Election Blog

Im Jahr 2015 berichteten wir mit einem 15-köpfigen Redaktionsteam aus Belarus über die dortigen Präsidentschaftswahlen am 11. Oktober. Dazu machten sich Studierende, junge JournalistInnen und WahlbeobachterInnen aus Belarus, Polen und Deutschland auf den Weg, um vor Ort vielfältige Reportagen und authentische Geschichten zu liefern.

Link: belarus-votes.lphr.org
Projektzeitraum: Juni 2015 bis November 2015
Partnerorganisationen: Fundacja Wspólna Europa, StudAlliance, Election Observation: Theory & Practice
Förderer: Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, The German Marshall Fund of the United States, MitOst, International Visegrad Fund
Gesamtfördersumme: 19.500 Euro

Belarus Barcamp

Im März 2014 trafen sich in Wernigerode mehr als 70 junge Aktive, etwa zur Hälfte aus Belarus und Deutschland, die in Organisationen und Initiativen zu und in Belarus aktiv sind. Das Barcamp war ein erstmalig stattfindendes Vernetzungstreffen. Beim Belarus Barcamp 2014 gab es sowohl thematische Workshops als auch Trainings und Austauschmöglichkeiten zu praktischen Fragen ehrenamtlichen Engagements. Das Ziel des Belarus Barcamps war die Vertiefung bestehender Partnerschaften sowie die Schaffung einer breiten Vernetzung bestehender Belarus-Initiativen im deutschsprachigen Raum. Außerdem Wurden neue partnerschaftliche Projektideen entwickelt.

Projektzeitraum: Juni 2013 bis April 2014
Partnerorganisationen: weitere Belarus-Initiativen aus Deutschland
Förderer: The German Marshall Fund of the United States
Gesamtfördersumme: 18.500 Euro

Ausstellung und Broschüre „Menschenrechte und Zivilgesellschaft in Belarus“

Zusammen mit vier Partnerorganisationen erstellte Libereco eine Wanderausstellung mit begleitender Broschüre (auf Deutsch, Englisch und Russisch), die sowohl die prekäre Menschenrechtslage in Belarus als auch die trotzdem bestehenden vielfältigen Aktivitäten und das Engagement der dortigen Zivilgesellschaft aufzeigte. Die Ausstellung wurde unter anderem in Dresden, Köln, Berlin, Zürich und Gießen gezeigt.

Download der Broschüre: auf Deutsch, auf Englisch, auf Russisch
Projektzeitraum: Januar 2011 bis Mai 2013
Partnerorganisationen: Amnesty International, Kultur Aktiv, Bund für Soziale Verteidigung, Deutsch-Belarussische Gesellschaft
Förderer: The German Marshall Fund of the United States
Gesamtfördersumme: 8.000 Euro