Cultural Geographies und Libereco suchen Teilnehmende für ihr gemeinsames internationales Projekt „The School of Creative Solidarity“ (SCS). Das Projekt ist ein Dialog- und Kunstprogramm zum Thema Solidarität und Flucht für Aktivist*innen und Künstler*innen zwischen 18 und 28 Jahren aus der Ukraine, Belarus und Deutschland. Das Programm  findet  gleichzeitig in Deutschland und der Ukraine statt.

Graphic: A person holds a large sunflower. The person wears a face mask that makes them look like an activist. Besides the title "The school of creative solidarity", the graphic mentions the project partners and the donors.

Angesichts des anhaltenden Krieges in der Ukraine will die SCS den Teilnehmenden einen sicheren Raum bieten, in dem sie ihre Gedanken, Erfahrungen, Hoffnungen und Wünsche mit den Mitteln der Kunst austauschen können. Die Notwendigkeit der Umsiedlung, insbesondere die doppelte Flucht, die Ukrainer*innen seit 2014 und Belarus*innen seit 2020 erfahren haben, hat die Flexibilität von Solidaritätsnetzwerken befördert. Wir laden andere Mitglieder der europäischen Gemeinschaft mit ähnlichen Erfahrungen ein, gemeinsam das Potenzial solcher Netzwerke auszuloten, um sie aufrechtzuerhalten und zu erweitern, neue Methoden zu entwickeln und die Verbesserung der bestehenden Netzwerke zu diskutieren.

Die allgemeinen Fragen, die gestellt werden, lauten: Was bedeutet Solidarität aus der Ferne für die lokalen und internationalen Gemeinschaften? Wie können wir ein Gleichgewicht zwischen Erfahrung und Reflexion, kollektivem Handeln und individueller Praxis, Aktion und Bewältigung herstellen? Wie und was können wir tun, um die Solidarität am Leben zu erhalten, insbesondere in schwierigen Situationen wie politischem Druck oder/und physischem Krieg? Und vor allem: Wie können wir über den Krieg und die Kriegsverbrechen in der Ukraine, über Gewalt, Angst und erzwungene Migration sprechen? Der Einsatz verschiedener künstlerischer Mittel soll sowohl einen sozialen Wandel fördern als auch eine Bewältigungsstrategie für die Teilnehmenden darstellen. 

Neben künstlerischen Mentor*innen werden auch andere Fachleute aus den Bereichen Kunst und Aktivismus eingeladen, während des Programms Workshops zu geben. Kunst- und Menschenrechtsexpert*innen werden ihr Wissen und ihre Fähigkeiten praktisch und theoretisch mit den Teilnehmenden teilen. Wir schlagen den Teilnehmenden vor, sich einer der folgenden Gruppen anzuschließen:

    • Urbaner Raum und Aktivismus
    • Kritisches Schreiben
    • Kollektives Archiv
    • Dekolonialisierung von Erinnerungspraktiken
    • Solidarität und Menschenrechte

Bewerbe dich jetzt für die School of Creative Solidarity

Nach der Workshop-Phase können die Teilnehmenden entscheiden, ob, mit wem und in welcher Form sie ihre Projekte weiterentwickeln möchten. Sie erhalten die Möglichkeit, in Kleingruppen unter professioneller Anleitung ihre Kunstprojekte online weiter zu entwickeln. Je nach den Ideen der Teilnehmenden können ihre kreativen Ergebnisse im Herbst 2022 ausgestellt werden. Das Format der Abschlusspräsentation kann verschiedene Formen annehmen (digitales Tagebuch, Ausstellung, Performance, Video, Website, Blog, App usw.).

    • Die Hauptarbeitssprache wird Englisch sein.
    • Die Teilnahme ist kostenlos.
    • Das Programm deckt die Unterkunftskosten für die Teilnehmenden in Frankfurt (Oder) und Iwano-Frankiwsk für die Dauer des Projekts sowie die Reise- und Verpflegungskosten. 
    • Den vollständigen Call for Applications findest du hier.

Um sich zu bewerben, fülle bitte dieses Formular bis zum 1. Juli 2022 aus: https://forms.gle/HCF9jjGMUapi8Vmm8

Bei Fragen wende dich an die Projektleiterin Sarah Grandke: sarah.grandke@lphr.org

Das Projekt wird im Rahmen des Förderprogramms „MEET UP! Youth for Partnership“ von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) und dem Auswärtigen Amt gefördert.