2014 begann der Krieg in der Ostukraine. Von Anfang an engagiert sich Libereco gemeinsam mit der ukrainischen Organisation Vostok SOS in der humanitären Hilfe im Konfliktgebiet. In den ersten Jahren lag der Fokus dabei auf der Unterstützung von Kindern und Jugendlichen. 2018 haben wir uns entschieden, einen Nothilfefonds für bedarfsgerechte Hilfe zu schaffen.

Im Konfliktgebiet wohnen überdurchschnittlich viele Menschen mit Behinderung, kranke und alte Menschen sowie sozial schwache Familien. Die medizinische Versorgung in der Ukraine deckt bei Weitem nicht alles ab, was Menschen mit Einschränkungen benötigen. Gerade in der Nähe der Kontaktlinie haben Menschen häufig keinen ausreichenden Zugang zu medizinischer Versorgung. Es mangelt an Medikamenten und medizinischen Hilfsgeräten, wie Blutdruckmessern oder Rollstühlen.

Durch die Finanzierung und Verteilung von Medikamenten und Hilfsgeräten versetzen wir Menschen mit besonderen Bedürfnissen in die Lage, dass sie ihren Alltag bewältigen können. Unfälle, Schicksalsschläge und unerwartete Erkrankungen können Menschen ganz plötzlich in Not bringen. Die Genesung oder Verbesserung ist häufig von schneller Hilfe abhängig. Mit dem Nothilfefonds sind wir flexibel: Wir können so schnell helfen, wo Hilfe plötzlich und dringend gebraucht wird.

Nach einer Operation oder einem Unfall hängt die Genesung in vielen Fällen von einer angemessenen Nachsorge ab. Doch Physiotherapien oder Rehabilitationsmaßnahmen werden nicht immer vom Staat bezahlt und sind insbesondere im Konfliktgebiet schwer zu organisieren. So stellt sich der Heilerfolg oft nicht ein, weil es keine angemessene Rehabilitation gibt. Wir helfen Menschen dabei, sich nach medizinischen Eingriffen zu regenerieren und wieder in Bewegung zu kommen.

Wir überbringen sämtliche humanitäre Unterstützung persönlich – durch Mitarbeiter*innen von Vostok SOS, so oft wie möglich auch in Begleitung von Libereco-Mitgliedern. Dabei sprechen wir mit den Menschen, machen uns ein eigenes Bild von ihrer Situation und erfahren aus nächster Nähe, in welchen Bereichen sie oder ihre Nachbarn weitere Unterstützung brauchen. So sind wir über die humanitäre Lage im Konfliktgebiet informiert und können Vertrauensverhältnisse mit lokale Akteur*innen aufbauen. Das ist die Basis einer bedarfsgerechten Nothilfe, bei der jeder Euro bedacht verwandt wird.

Unser Nothilfefond hängt von Ihrer Unterstützung ab. Wir sorgen dafür, dass jede Spende genau dort ankommt, wo sie dringend gebraucht wird. Aktuell unterstützt unsere Hilfsaktion Humanitäre Hilfe im Angesicht des Coronavirus.